Peter Draeger, Inhaber Vans & Friends und Casual Camps

Ein Gespräch über die neue B2B-Marke Casual Camps, warum es Sinn macht, dass sich Plätze mit einer gemeinsamen Haltung zusammen vermarkten, und wieso ein Netzwerk mit klarer Markenidentität ein Wettbewerbsvorteil nicht nur auf Messen ist.

Mit dem Unternehmen Vans & Friends schafft ihr auf zahlreichen Messen der Camping-, Reise- und Outdoorbranche Orte für echte Begegnungen Zusammenkünfte, vernetzt die Szene und zeichnet oft auch für das Bühnenprogramm verantwortlich. Jetzt bringt ihr mit „Casual Camps“ eine ergänzende B2B-Marke an den Start. Was genau verbirgt sich dahinter?

Draeger: Casual Camps ist unsere neue B2B-Marke für individuelle, inhabergeführte Campingplätze mit gemeinsamer Haltung: naturnah, lässig, persönlich. Wir bündeln sie zu einem kuratierten Netzwerk, das gemeinsam auf Messen auftritt – ohne dass die Plätze ihre Eigenständigkeit verlieren.

Also kreiert ihr gerade ein Netzwerk besonderer Orte mit gemeinsamen Werten und einem gemeinsamen Verständnis fürs Reisen, die sich gemeinsam vermarkten wollen, richtig?
Genau. Kein Verein, keine Genossenschaft, sondern ein flexibles Vermarktungsangebot. Die Plätze bleiben unabhängig, profitieren aber von gemeinsamer Sichtbarkeit und einer klaren Markenidentität – wie der Besuch bei guten Freunden.

Wenn ich es richtig verstanden habe, gibt es eine Pilotphase. Gibt es für Plätze mit einer entsprechenden Philosophie noch die Möglichkeit, direkt dabei zu sein?
Die Pilotphase haben wir bereits hinter uns – der Testauftritt bei Vanlife Ferropolis war unser erster gemeinsamer Schritt als Casual Camps. Jetzt geht es in die erste reguläre Messesaison ab November 2026. Wer mit passender Philosophie einsteigen möchte, kann sich für Leipzig, Stuttgart, Hamburg oder München jetzt bewerben. Für den Sommer 2027 planen wir zusätzlich eine Tour zu vier Festivals – auch dafür wird es noch Möglichkeiten geben, Details folgen.

Was bietet ihr den Plätzen konkret?
Wir übernehmen die komplette Organisation: Standbau, Auf- und Abbau, Standdesign sowie eine gemeinsame Print-Broschüre. Dazu Cross-Marketing zwischen den Plätzen, Online-Marketing und Content-Creator-Kooperationen.

Auf welchen Messen seid ihr präsent – und was kosten die Pakete?
Vier Publikumsmessen: Leipzig – Touristik & Caravaning (18.–22.11.2026), Stuttgart – CMT (16.–24.1.2027), Hamburg – Reisen & Caravaning (4.–7.2.2027), München – f.re.e (10.–14.2.2027). Einzelpreise: 2.000–3.500 € je Messe; im Paket sinkt der Preis pro Messe auf bis zu 2.000 €, inklusive Standbau, Auf-/Abbau, Gestaltung und Broschüre, exklusive Reisekosten. Für Plätze ohne eigene Präsenz vor Ort gibt es zudem ein Basic-Paket ab 990 € je Messe bzw. 2.990 € für alle vier.

Ist Beratung auch Teil eurer Leistung?
Mittelfristig ja – wir bauen „Beratung“ als weiteren Baustein aus: Best-Practice-Transfer und Wissenstransfer zwischen den Plätzen.

Warum jetzt – und was unterscheidet euch von Zusammenschlüssen wie LeadingCamping?
Individuelle Plätze haben oft nicht die Ressourcen für eigene Messeauftritte oder durchgehendes Marketing – gemeinsam schaffen wir das. Der Unterschied: Wir sind kein Verein mit Mitgliedsstruktur, sondern ein kuratiertes, flexibles Vermarktungsangebot mit klarer Haltung – naturnah, lässig, vanlife-orientiert.