PR-Tipp des Monats

Von Krise auf Reise switchen – Gedanken zur
Kommunikation in
Corona-Zeiten

Von Rainer Schwarz

 

 

Geht es Ihnen ähnlich? Je länger sich der Lockdown zieht und immer wieder verlängert wird, ohne definitives Ende, also diese Ungewissheit herrscht, ab wann wir nun wirklich wieder reisen dürfen oder nicht, umso zäher und frustrierender wird das Ganze. Mir geht es zumindest ab und an so.

Doch gerade jetzt bewährt sich die Grundeigenschaft echter Kommunikatoren, auch in der Krise ruhig Blut und die Zuversicht zu wahren, ohne dabei die Realität zu verklären. Ja, wir haben Corona. Und die Lage ist schwierig und ich möchte nicht in der Haut derer stecken, die die politischen Entscheidungen treffen müssen. Doch in der Kommunikation haben wir auch die große Chance und die Aufgabe, gut zu begleiten, den Weg in die Zukunft zu weisen, die Menschen mitzunehmen und uns nicht beirren zu lassen.

 

Hier zwei Gedanken dazu:

1) Die Menschen träumen lassen

Jetzt, wo wir noch nicht reisen können, dürfen wir gerne schöne Bilder zeigen, Erinnerungen wachhalten und Reiseträume wecken. Dabei sollten wir eher beschreiben, was zu sehen ist und die Aufmerksamkeit auf die Zukunft, auf „bald wieder“ lenken, dann, wenn wir wieder reisen dürfen. Dazu auch buchbare Angebote formulieren. Dabei ist es eine hohe Kunst, den Wunsch nach Reisen zu kommunizieren, ohne einen Run zur Unzeit auszulösen. Die Verantwortung für die Reiselust tragen allerdings nicht die Kommunikatoren und Anbieter, sie ist im Menschen grundlegend hinterlegt, wohl allerdings tragen wir die Verantwortung für unsere Botschaften und das Wording, die Kernaussagen in ihnen.

 

2) Träume werden Wirklichkeit

Sobald es definitiv wieder abzusehen ist, dass wir reisen dürfen, zeigen wir die ganze Welt unserer Destination oder unserer Hotels. Hierauf können wir uns jetzt schon einstellen und Angebote und Pauschalen vorbereiten, sodass wir nach dem GO einfach und schnell in die Kommunikation kommen. Doch auch hier eine Anmerkung: Das Thema Overtourism und Nachhaltigkeit ist und bleibt ein Thema von zentraler Bedeutung. Es ist eine Gratwanderung, die wirtschaftlichen Interessen von Anbietern und die Reiselust der Menschen im Bezug auf unsere Umwelt in Einklang zu bringen. Besonders in diesen Tagen. Dabei hilft es nicht, mit dem Finger auf die anderen zu zeigen, vielmehr braucht es einen gesellschaftlichen Kontext, der bei Weitem noch nicht ausdiskutiert ist.

 

In diesem Sinne, kommunizieren wir mit großer Freude und doch bewusst.

Ihr

Rainer Schwarz

 

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Die Kommunikationsflut auf den Nutzen bringen

oder: wie aus Koordinieren wirklich Koordienen wird

 

PR oder, umfassender, die Öffentlichkeitsarbeit war schon immer eine weiter gefasste Profession. Es ging nie um reine Pressearbeit alleine, sondern immer um die Gewinnung des öffentlichen Vertrauens, dort, wo auch vertrauensvoll gehandelt wird, mit verschiedenen und im Paralleleinsatz laufenden Stilmitteln, wobei diese noch nie so immens vielfältig waren wie heute.

Die große Herausforderung unserer Zeit ist deshalb die Koordination aller „Sender“ in Verbindung mit nutzenbringenden Inhalten und in der Abstimmung mit Marketing, Produkt, PR und weiteren Stellen. Da mit der Vielfältigkeit auch alles noch vielschichtiger bleibt, kann ein „Newsroom“ helfen, also eine mehr oder weniger eigene Kommunikations-Organisationsform, die das Produkt oder Projekt mit der Vermarktung und Kommunikation und allen Begleitaspekten dazu verbindet.

Entweder als feste Einheit für große Unternehmen, oder als variable Form für kleinere Organisationseinheiten. Ein „Newsroom“, wie er hier beschrieben ist, meint einen Koordinationsraum oder -rahmen, quasi die zentrale „Verwaltung“ von Botschaften oder Momenta.

Vom Tun zum Verstehen

Ziel ist es, ein Projekt oder Produkt besser zu machen, weil alle relevanten Aspekte erfasst und richtig umgesetzt werden. Es ist quasi wie in einem Meeting, wobei die, die zusammenkommen, nicht erzählen, was sie wissen und zu tun gedenken – klar, schon auch –, doch viel mehr erzählen und hinhören, um zu verstehen, was es von allen Beteiligten an wertvollen Aspekten gibt, nutzenorientiert auf das Produkt und den Gast hin, und daraus die Kommunikationsbausteine entworfen werden.

Es kann zum Beispiel sehr aufschlussreich sein, die Stadtführer zu bestimmten Produkten zu befragen, denn sie haben jeden Tag hautnah Kontakt zu wem, ah ja, zum Gast, richtig, da war doch was. Oder es wird eine tolle neue Homepage gebaut, doch dann stellt sich heraus, dass die Inhalte nicht richtig auf den Social-Media-Kanälen ausgelinkt werden können und die Buchungsanfragen mehr schlecht als recht laufen, auch ist der Grundbedarf der Gäste und der Produktzyklus einzelner Angebote nicht zu Ende gedacht.

Aus diesem Grunde ist es gut, wenn sich Mitarbeiter*innen aus allen Bereichen einbringen, wenn es darum geht, ein neues touristisches Projekt zu lancieren. Wichtig ist dabei auch eine technisch gute Umsetzung vom gut funktionierenden Zoom-Meeting und Programmen wie Trello, mit denen komplex zusammenhängende Projekte gesteuert werden können – natürlich bitte immer datenschutzkonform.

Mein Wissen öffnen

Der große Vorteil ist, dass nicht jede Abteilung alleine vor sich hinüberlegt, wie zum Beispiel das neue Radwegenetz touristisch vermarktet wird, sondern wie alle Organisationsstellen überlegen und zusammen an einem Strang ziehen und die Gedanken nun erst in Botschaften und kommunikative Inhalte gefasst werden, die dann zusammen, also nicht vom Produktmanagement, Marketing oder der PR-Abteilung alleine, in die verschiedenen Kommunikationskanäle- oder plattformen gelenkt und implementiert werden.

Gefördert werden soll das Denken „Mein Wissen zu öffnen“, hin zum dienbaren Nutzen unter Koordination aller Aspekte in der Ausrichtung auf den Gast – und dann erst die Verbreitung.

In diesem Sinne.

Viel Freude beim Koordinieren zum Koordienen,

Rainer Schwarz

Rainer Schwarz ist PR-Experte, Wirtschaftsmediator (Steinbeis University), Begleiter für Persönlichkeitsentwicklung und Sozialkompetenz (ICL) und Begleitender Seelsorger (ICL). Er führt zusammen mit Dr. Anja Baumeister die RSPS Agentur für Kommunikation GmbH in Tübingen. Die Agentur kommuniziert für Destinationen und Hotels. Hauptexpertise: PR-Strategie, Pressearbeit, Pressereisen und Social Media. Hauptanliegen: den genetischen Code transportieren, das, was Gäste am Gastgeber lieben. Für mehr Nachfrage, Imagebildung und Interaktionen. Die RSPS Mission: Vertrauen kommunizieren, Menschen begeistern, Gäste gewinnen. Seit 1998. www.rsps.de

RSPS Agentur für Kommunikation GmbH

Tübingen

www.rsps.de

 

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Wozu brauche ich eigentlich PR?

Wie Öffentlichkeitsarbeit dazu dienen kann, Unternehmensziele zu erreichen. In drei Schritten!

Eines vorab, wer jetzt auf die Mega-Erleuchtung hofft, der wird sicher enttäuscht sein. Denn das Ganze ist viel einfacher als gedacht, oder viel naheliegender als weit hergeholt und schon lange bekannt, also zwar auch meine Philosophie, doch eben nicht von mir im Ursprung. Das Glück liegt wie so oft in der Konsequenz der richtigen Umsetzung.

 

Schritt 1

Sag mir, wer du bist …

Öffentlichkeitsarbeit dient unseren Unternehmenszielen nur dann, wenn diese überhaupt definiert und jedem im Unternehmen klar und bekannt sind. Mancher mag nun sagen: ist doch eh klar. Ist es das? Vor allem in der stringenten Ausrichtung im ganzen Haus über alle Abteilungen hinweg in der Einheit von Produkt, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit und dazu noch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, alle Leistungserbringer, die eben auch Botschafter*innen einer Destination sind.

 

Schritt 2

Schuster, bleib bei deinen Leisten …

Packen wir die Unternehmensziele in Markenbotschaften! Hier gilt es, dem genetischen Code einer Destination zu folgen. Dabei kann sich die äußere Erscheinungsform immer mal ändern, doch die innere Überzeugung bleibt. Das ist wie beim Hobbygärtner, der macht aus einem Farn auch keine Geranie, außer er steigt in den Handel ein, doch egal, welche Pflanze er hat, er pflegt sie hingebungsvoll. So kann eine unserer Botschaften die wirklich gelebte Gastlichkeit sein.

 

Schritt 3

Tue Gutes und rede darüber …

Und dann geht es darum, die Grundausrichtung konsequent zu kommunizieren und in alles Handeln und in allen öffentlichen Kontakten und Kanälen den Markenkern und die Markenbotschaften immer wieder mit einfließen zu lassen. Gerade die neuen Medien und Social Media bieten hier mannigfaltige Möglichkeiten. Und irgendwann, nach einer gewissen Zeit, verankert sich unser Nutzen in den Köpfen der Gäste: „Ah, das sind doch die mit den tollen Gastgebern …“

 

In diesem Sinne.

Viel Freude beim Erfolg,

Rainer Schwarz

 

Rainer Schwarz ist PR-Experte, Wirtschaftsmediator (Steinbeis University), Begleiter für Persönlichkeitsentwicklung und Sozialkompetenz (ICL) und Begleitender Seelsorger (ICL). Er führt zusammen mit Dr. Anja Baumeister die RSPS Agentur für Kommunikation GmbH in Tübingen. Die Agentur kommuniziert für Destinationen und Hotels. Hauptexpertise: PR-Strategie, Pressearbeit, Pressereisen und Social Media. Hauptanliegen: den genetischen Code transportieren, das, was Gäste am Gastgeber lieben. Für mehr Nachfrage, Imagebildung und Interaktionen. Die RSPS Mission: Vertrauen kommunizieren, Menschen begeistern, Gäste gewinnen. Seit 1998. www.rsps.de

RSPS Agentur für Kommunikation GmbH

Tübingen

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Gut geplant ist besser kommuniziert

Das lohnt sich auch für Planungsmuffel. Denn wer gut vorbereitet ist, kann auch Krisen besser bewältigen.

Der Tourismus ist die klassische Querschnittsbranche. Und so ist es kein Wunder, dass PR und Kommunikation im Querschnitt allen Handelns einer Destination oder eines Hotels stehen.

Und während wir früher noch gemütlich unsere Pressemitteilungen durch das Fax geschoben haben – wobei sich sicher nur noch wenige an diese praktische Übung erinnern können –, sehen wir uns heute weit komplexeren Kommunikationsaufgaben gegenüber:

Der grundlegende Aufbau der PR-Abteilung mit allen Anpassungen an die prosperierende Zeit, Pressearbeit mit seiner aktuellen Spezialisierung nach Fachmedien, interne Kommunikation mit hohem Abstimmungsbedarf, Social Media neuerdings auch gegebenenfalls samt der Taktik für Tik Tok und Podcasts, Abstimmung mit der Geschäftsleitung und dem Marketing, Newsletter erstellen, Krisen bewältigen, Kommunikation mit Anbietern, der globale Blick und vieles mehr.

Das Gute daran ist: Es wird nicht langweilig; die Herausforderung daran ist: die gute Planung im Überblick aller To-do’s. Damit dies noch besser gelingen kann, haben wir einen möglichen Leitfaden erarbeitet. So kommt das Jahr perfekt auf Kurs und die Botschaften kommen zielgenau bei allen Adressaten an.

 

Wozu planen? Fragen Sie sich das auch?

Deshalb kommen hier neun ultimative Gründe, auch für Planungsmuffel:

– Jederzeit voller Überblick über alle Aufgaben. Wer gut vorbereitet ist, liefert vollständige Arbeit ab und entstresst sich selbst und alle Abläufe.

– Zulieferungen wie Texte oder Anzeigen, intern wie extern, können frühzeitig und vor allem rechtzeitig beauftragt werden.

– Bessere Gewichtung. Bei der Menge an Aufgaben ist leichter zu bewerten: Was ist dringlich und was ist wichtig? Was kann durchlaufen und wo braucht es intensivere Betreuung.

– Mehr Freiraum für Kreativität. Zum Beispiel für die strategische Ausrichtung und die Entwicklung von Kommunikationsbotschaften.

– Einmal aufgestellt, hält. Es muss nicht jedes Jahr komplett neu geplant werden.

– Besseres Controlling. Was lief gut und was lief weniger gut? Und warum?

– Optimaler Quernutzen. Was im Plan verortet wird, kann auch gleich weiteren Relevanzen zugeordnet werden, zum Beispiel dem Rechenschaftsbericht für den Aufsichtsrat. Oder bei einer Kampagne die dazugehörigen weiteren Maßnahmen wie Pressemitteilungen, Anzeigen oder Posts.

– Die Arbeit kann sich sehen lassen. Kommt die Anfrage: Was macht ihr eigentlich den ganzen Tag? Bitte schön, hier steht es schwarz auf weiß.

– Krisenfest. Kommt eine Krise auf, ist auf einen Blick zu erkennen, auf welche meiner Gewerke diese Einfluss nehmen wird.

Doch wie plane ich nun konkret? Hier kommt eine Möglichkeit. Dabei gilt: Der Plan ist nicht das Maß der Dinge, doch fördert er den maßvollen Umgang mit ihnen sehr gut. Und jeder plant anders, und das ist auch gut so.

 

Schritt 1)

Sammlung aller Themen und Ereignisse

Bei dieser Sammlung geht es zum einen um alles, was aktiv stattfinden soll, wie zum Beispiel Veranstaltungen, Aktionen, Kampagnen, Angebote, weitere Marketingideen, gegebenenfalls Messen, virtuelle Meetings, neue Homepage, Innovationsworkshops, Rechenschaftsbericht und vieles mehr.

 

Schritt 2)

Listung aller Betroffenen

Von PR-Maßnahmen sind meist viele betroffen. Deshalb ist es notwendig, alle relevanten Personen oder Institutionen mit einzubeziehen. Dies können sein: externe Dienstleister wie Agenturen, an einem Programm beteiligte wie zum Beispiel Stadtführer, die Anbieter von touristisch relevanten Dienstleistungen, der Handel und die Gastronomie, Hotelpartner, Blogger, Journalisten, Influencer, Aufsichtsrat, andere Abteilungen (Marketing, Produkt), Geschäftsleitung und viele mehr.

 

Schritt 3)

Welche Tools kommen zum Einsatz?

Nun kommen noch alle PR-Tools, die wir nutzen: Pressereisen, Pressearbeit nach Zielgruppen, Themen und Jahreszeiten, Social Media in all seinen Facetten und Kanälen und Anzeigen, Newsletter, Messen, Blogs, Podcasts, Anzeigen in Radio, TV- und Radio-Spots, Texte, Fotos und vieles mehr.

 

Schritt 4)

Die konkrete Planung: Tag, Monat, Jahr

Ist alles zusammengetragen, kommt die Krönung des Ganzen: das Planen.

Das ist wie das Schmücken des Tannenbaumes, oder wie Backen, wenn alle Zutaten auf dem Tisch liegen. Dabei ist zu beachten: Wer zu lax plant, dem gehen Details verloren – und wer zu akribisch plant, verliert vielleicht die Lust, damit zu arbeiten.

Wie immer gilt es die Mitte zu finden.

In den meisten Fällen ist es notwendig, mehrere Pläne anzufertigen. Einen für die Aktionen und Veranstaltungen und weitere für Social Media und Pressearbeit oder einen Mediaplan. Hierbei ist es gut, immer auf eine Vernetzung zu achten. Dabei können auch Software-Tools oder Apps helfen, wie zum Beispiel Trello, Slack, Microsoft Planner, Smartsheet, ein einfach Kalender oder eine Excel-Tabelle.

Der Jahresplan ist der Masterplan. Von hier aus lässt sich die langfristige Sicht steuern. Wer zum Beispiel einen großen Weihnachtsmarkt betreuen darf, wird sich sicher schon ab Mitte des Jahres damit auseinandersetzen.

Im Monatsplan oder Quartalsplan haben auch Personaleinsatz, Gewichtung, Abgabetermine und konkrete Auftragsvergaben ihren Raum. Im Wochenplan und Tagesplan geht es um das Controlling und die Abarbeitung der konkreten Aufgaben, die zu erledigen sind.

Hierbei ist darauf zu achten, dass alle Aufgaben konkret vergeben werden: „Das macht nicht das Social-Media-Team, besser das macht Herr Müller aus dem Social-Media-Team, bitte bis zum …“ Außerdem ist es gut festzulegen, bis wann Arbeiten abzuliefern sind, damit Frühaufsteher und Auf-den-letzten-Drücker-Talente gut koordiniert werden.

 

Und nun noch einige wertvolle Hinweise zum Schluss:

– Immer wieder in den Plan schauen und weiterentwickeln.

– Flexibilität einplanen, denn es kommt oft anders als man denkt.

– Bei zu wenig Personal hilft der beste Plan nichts.

– Delegieren: Nicht jede Persönlichkeit ist für das Planen geboren.

– Fokus wechseln: vom Adler-Überblick bis zum Nestbau.

– Im Team planen bringt eine andere Rundumsicht, Akzeptanz und frische Impulse.

– Leicht verständlich planen.

 

Nun wünschen wir viel Freude beim Planen und ruhig auch mal beim „Verplanen“ im Sinne eines „Durcheinanders“ mit Mut zur Lücke, ohne Hang zur Perfektion und doch immer für den besten Durchblick für sich und alle Beteiligten.

 

Rainer Schwarz

RSPS Agentur für Kommunikation GmbH

Tübingen

www.rsps.de

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Die Seele im Wartestand.

Oder: Was kommunizieren wir, wenn es eigentlich nichts zu buchen gibt?

„Ohne euch ist es so einsam.“ In der Art sehen wir gerade viele Posts, Beiträge und Storys auf Social Media. Hoteliers, Gastronomen und Destinationen bringen die aktuelle Situation auf den Punkt.

Zurzeit ist es ungefähr so wie neulich bei meinem Bäcker des Vertrauens. Auf großen Lettern stand da auf einer Tafel: „Bald wieder da – unsere Schneckennudeln“. Und was da dann in mir stattfand, war einfach unbeschreiblich – ein Genussfestival.

Unverzüglich saß ich in Gedanken am Kaffeetisch, mir lief das Wasser im Mund zusammen und ich schwelgte dahin in meinem Lieblings-Schneckennudel-Nirvana mit allen Sinnen. Ich roch den feinen Puderzucker, sah die Menschen um mich herum in Zeitlupe, nahm das gesellige Zusammensein wahr, biss voller Vorfreude in dieses Wunderbackwerk und fühlte mich einfach wohl.

Diese „Gedankenwelt“ war für mich wie eine wertvolle „Überbrückungshilfe“.

Gerade deswegen: Hören wir nicht auf damit, die reisende Seele in Erinnerungen oder Wünschen schwelgen zu lassen. Adressiert an das in uns, was soooo gerne unterwegs ist und sich an eine schöne Zeit erinnert oder sich in fremde Länder wünscht.

Geben wir also wenigstens eine Heimat mit Bildern im Kopf und Worten fürs Gemüt. Denn gerade das kann Kommunikation auch, ganz sicher!

 

In diesem Sinne … bis wir wieder durchstarten können.

Und das werden wir, anders vielleicht, doch ganz sicher.

Rainer Schwarz

 

www.rsps.de

 

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Über Alibi-PR und wirklich wirksame Maßnahmen

Was ist besser? Hunderte Adressen in einem Presseverteiler zu oft zu „bedienen“? Oder per persönlichem Kontakt in der relevanten Mediengattung für Aufmerksamkeit zu sorgen?

Was bringt mehr? Acht Pressemitteilungen pro Jahr an Tageszeitungen zu senden mit einem zu langen Text – oder lieber vier Pressemitteilungen garniert mit einem konkreten Angebot? Gefasst in einen kurzen Text, der das Wesentliche enthält und der nicht mehr groß von den Redaktionen gekürzt werden muss.

Die Frage ist immer: Wem folgt die PR? Den Interessen der einzelnen Player im touristischen Konzert vor Ort, die sicher auch ihre Berechtigung haben? Oder den Interessen der Leserschaft des jeweiligen Mediums, für die der Inhalt eigentlich bestimmt ist? Gar nicht immer so einfach in der Abwägung!

Wenn bei einer Pressemitteilung noch „jeder“ seine Meinung dazugeben mag, was sicher verständlich ist, bleibt manchmal nur der Schatten einer Botschaft zurück und das „Wunder“: „Warum haben wir so wenig Abdrucke?“

Und wer meint, dass das reine Bemailen von Kontakten den direkten Kontakt, um Vertrauen aufzubauen, ersetzt, wird meist eines Besseren belehrt, allerdings auf Kosten des Themas. Wirklich schade!

Da ist es doch sinnvoller, wenn wir, die am touristischen Kommunikations-Prozess Beteiligten, über Chancen, Möglichkeiten und Erwartungen sprechen. Agenturen klären offen darüber auf, was machbar ist und was nicht – so bleibt keine verbrannte Erde zurück. Kunden wissen, dass manches auch Zeit braucht, gewähren Vertrauen in die Umsetzung, und können solide Arbeit erwarten.

Presseverantwortliche in den Destinationen oder Hotels sind hierbei oft Mittler mit hoher Verantwortung, sie handeln zwischen den Polen und brauchen dabei Mut in alle Richtungen. Sie müssen abwägen zwischen den realistischen Wünschen ihrer Arbeitgeber, ihrem eigenen Empfinden und Wissen und dem wirklich Machbaren seitens der Dienstleister.

 

In diesem Sinne … wirken wir wirksam am besten gemeinsam.

Rainer Schwarz

 

www.rsps.de

 

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August: PR braucht Persönlichkeiten

Welche Eigenschaften echte Kommunikatoren auszeichnen.

Kommunikatoren in den PR-Abteilungen sind für mich 360-Grad-Persönlichkeiten und stehen somit immer in der Verantwortung im Sinne der klassischen Öffentlichkeitsarbeit, sie haben das Ganze im Blick.

Das kann zwar auch das Schreiben einer Pressemitteilung beinhalten, doch vor allem gehört dazu die Entwicklung der großen Kommunikationslinien einer Destination oder eines Hotels.

Kommunikatoren sind das gute Gewissen des Hauses, sind Meinungsreflektoren, wirken oft im Hintergrund, machen andere groß und dienen, sagen klar, was sie denken. Sie sind Mittler zwischen den Welten, setzen die Fragen der Journalisten und die Auskunftsfreudigkeit von Unternehmen in Einklang und sind verantwortlich für den richtigen Ton.

Sie bringen stille Macher zur Geltung und fokussieren Vielredner auf den Kern des Geschehens. Die hohe Kunst ist es weniger zu reden und mehr zu sagen.

Um diese Position gerade in Krisenzeiten gut ausüben zu können, bedarf es in erster Linie: Vertrauen!

Vertrauen! Zunächst einmal nach innen. So gilt die Einbindung in relevante unternehmerische Prozesse als unabdingbar. Nicht umsonst sind Pressesprecher im besten Falle bei Vorstandssitzungen dabei, werden um Einschätzung gefragt, denn schließlich kennen sie alle Zielgruppen, deren Bedürfnisse, Wünsche und kritische Kommunikationspunkte.

Und es geht vor allem um das wechselseitige Vertrauen hin zu den Medien. Um dies zu leben, braucht es Eigenschaften, die am besten schon in der eigenen Persönlichkeit hinterlegt sind und dann dauerhaft verfeinert oder entwickelt und dann verinnerlicht werden wollen.

Einige der Eigenschaften oder Tugenden habe ich hier zusammengefasst.

Ich bin sicher, es gibt noch viele mehr und deshalb gilt meine Einladung an die Leser dieser Zeilen: Ergänzen und hinterfragen Sie die Ihnen wichtigen Punkte und sie erkennen, was Ihnen an Ihrem Beruf oder Berufung wichtig ist – oder welche Eigenschaften Sie für die Persönlichkeiten in Ihrer Kommunikationsabteilung sehen.

Humor

Wer über sich selbst lachen kann, nimmt sich nie zu ernst.

Mut

Vor allem dann, wenn es darum geht seine Meinung zu äußern.

Authentizität

Ich muss nichts vorspielen, was ich nicht bin.

Gelassenheit

Ich bin nicht der Chef.

Demut

Wir haben niemals alles im Griff.

Durchsetzungsvermögen

Bei aller Diplomatie, es braucht auch klare Führung.

Empathie

Ich verstehe die Beweggründe anderer Menschen.

Achtsamkeit

Wahrnehmen, hinhören und immer wieder selbst reflektieren.

Resilienz

Ich kann Rückschläge und Enttäuschungen gut verarbeiten.

Und noch einige zum Weitersinnieren…

Loyalität, Stärke, Entscheidungsfähigkeit, Toleranz, Kritikfähigkeit, Ehrlichkeit u. v. a.

 

In diesem Sinne … schaffen wir eine vertrauensvolle Öffentlichkeit.

Rainer Schwarz

 

www.rsps.de

 

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Juni: Corona aktuell: Sollen wir wieder „Presse“-reisen?

Zugegeben, eher eine rhetorische Frage! Denn ja, bitte lasst uns wieder „Presse“-reisen. Schließlich ist die Pressereise das Sahnehäubchen der Tourismus-Kommunikation, wenn es um die reale Vermittlung von Reiseerlebnissen geht. Also auch ein Gebot der Zeit.

 

Eines vorweg: bitte keine Pressereise um jeden Preis. In vorderster Linie steht der Schutz der Menschen im Rahmen der gesetzlichen Corona-Verordnungen. Punkt.

Darum herum gibt es allerdings viel zu sagen und zu vermitteln.

Deshalb rücken wir doch am besten gleich das Thema der Zeit in den Mittelpunkt und zeigen, wie wir unterwegs sein können, dabei sorgsam miteinander umgehen und dennoch Freude und Lust auf Urlaub wecken.

Welche Vorkehrungen haben die Regionen und Destinationen, deren Leistungspartner und Hotels getroffen? Wie ist es, mit Maske begrüßt zu werden? Wie funktioniert es in der Bahn oder im Flieger wirklich?

Doch vor allem: Wie fühlen sich die zurückgewonnenen Freiheiten an, wieder reisen zu können? Endlich wieder Urlaub, was macht das mit den Gästen? Gerade jetzt, wenn sich die Reiserestriktionen weiter lockern.

Das sind die Themen, die Medien und Journalist*Innen interessieren und die Leser*Innen sowieso. Und noch eines kommt hinzu: Der Auftrag der PR ist eben auch zu informieren, sachlich und kompetent. Hier sind wir als Öffentlichkeitsarbeiter*Innen in der Verantwortung.

In diesem Sinne,

Rainer Schwarz

www.rsps.de

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Mai: Gute Kommunikation beginnt mit nachfragen beim Gast

Manchmal bin ich davon überzeugt, dass ich eh schon alles weiß. Meine Gäste lieben die Berge oder die See, oder den Wald, das Wandern … Also, wo liegt das Problem? Ist doch alles gut?!

Sagen wir eher: Wo liegt die Chance? Darin, sich zu differenzieren in der Vielfältigkeit der Angebote und Botschaften; gerade jetzt, in einer Zeit, in der sich alle aufmachen, um von sich zu reden, dann doch lieber den Gast ansprechen und wirklich erreichen.

Doch wie geht das? Ganz einfach, indem wir Fragen stellen. Wenn wir die Eigenwahrnehmung mit der Fremdwahrnehmung paaren, entstehen daraus wahre Kommunikations-Perlen.

Ein Beispiel: Wenn ein Gast sagt, „ich liebe die Berge“, dann geht ein Bild in mir auf und wir könnten sagen: „Yeah, Berge, die haben wir, alles klar – läuft!“ Wenn ich ihn dann allerdings frage: „Beschreib doch mal genauer bitte“ Dann erhalte ich eventuell Antworten wie: Geborgenheit, Durchatmen, Ruhe, Kick am Klettern, Hüttengaudi, Skifahren, Sonnenaufgang auf dem Gipfel, frische Luft, so nah am Himmel wie nie, und, und, und …

Wir bekommen also exakt die Kommunikationsanker, mit denen wir unsere Botschaften so ausrichten können, dass sie mein Hotel- oder Destinationsangebot mit den Bedürfniswelten der Gäste verbinden. Dabei gibt es meistens nicht nur eine Welt, auch wenn wir sie uns manchmal als eine Welt wünschen.
Lohnt es sich, dafür Fragen zu stellen? Ja, unbedingt!

PS: „Wer Fragen stellt, der führt“, sagt schon eine alte Weisheit. Wir sagen immer: Fragen finden Worte für meine Orte! In diesem Sinne,

Rainer Schwarz

www.rsps.de

Über den Autor

Rainer Schwarz ist PR-Experte, Wirtschaftsmediator (Steinbeis University), Begleiter für Persönlichkeitsentwicklung und Sozialkompetenz (ICL) und Begleitender Seelsorger (ICL). Er führt zusammen mit Dr. Anja Baumeister die RSPS Agentur für Kommunikation GmbH in Tübingen. Die Agentur kommuniziert für Destinationen und Hotels. Hauptexpertise: PR-Strategie, Pressearbeit, Pressereisen und Social Media. Hauptanliegen: den genetischen Code transportieren, das, was Gäste am Gastgeber lieben. Für mehr Nachfrage, Imagebildung und Interaktionen. Die RSPS Mission: Vertrauen kommunizieren, Menschen begeistern, Gäste gewinnen. Seit 1998. www.rsps.de