Nach der Kritik des Landesrechnungshofes an der Förderpraxis des Wirtschaftsministeriums Mecklenburg-Vorpommern entlastet nun auch ein „Tiefenbericht“ den damaligen Geschäftsführer des TMV, Tobias Woitendorf, vom Vorwurf der Zweckentfremdung von Geldern und weiteren Vorwürfen. Laut der Gesellschaft für Struktur- und Arbeitsmarktentwicklung (GSA) wurde keine missbräuchliche Verwendung von Landesmitteln festgestellt. Der TMV-Vorstand unter Birgit Hesse sieht Woitendorf „umfassend entlastet“ und kritisiert stattdessen öffentlich das Ministerium für strukturelle Mängel im Fördersystem. Hesse, die auch Präsidentin des Landtages ist, positioniert sich damit klar gegen das Agieren des von ihrer SPD geführten Wirtschaftsministeriums. Und während hinter den Kulissen der Kampf um die Deutungshoheit tobt, läuft die neue MV Tourismus GmbH als Nachfolger des TMV Gefahr, ein Akzeptanzproblem zu bekommen. Nordkurier