Novasol-Chef Muckenschnabel sieht in Sharing Economy emanzipatorische Bewegung

Photo: Zizkov Listing

Novasol-Chef Bernd Muckenschnabel kann die Kritik vieler Städte an der Sharing Economy mit Portalen wie Airbnb nicht nachvollziehen. „Dass gerade eine linke Berliner Regierung nicht erkennt, dass es sich hier um eine emanzipatorische Bewegung handelt, begreife ich nicht“, so Muckenschnabel. Das Geschäft von großen Hotelketten auch mal in die Taschen junger Kleinunternehmer umzurouten, „müsste die kapitalkritischen Herrschaften doch eigentlich freuen“, polterte er auf dem Destination Germany Day der fvw gestern in Stuttgart. Überhaupt ließ Muckenschnabel kein gutes Haar an der Hauptstadt: Der Tourismus sei das einzige Segment, das sich Dank des Booms mit Ferienwohnungen positiv entwickelt und zum Aufblühen ganzer Stadtteile geführt habe, so der Top-Manager. Doch was tue Berlin? „Dort hat man nicht besseres tun, als der Sache mit immer neuen Restriktionen Knüppel zwischen die Beine zu werfen“. Ganz uneigennützig war die Attacke von Muckenschnabel nicht: Novasol hat Ende 2016 das Ferienwohnungs-Portal Wimdu gekauft und will dieses weiterentwickeln