Deutsche Städte & Destinationen kritisieren Veranstalter scharf für zu wenig Engagement

Übt Kritik an den Veranstaltern: Armin Dellnitz, Geschäftsführer der Stuttgart-Marketing GmbH

Die Ferienregionen haben auf dem Destination Germany Day der fvw die Veranstalter scharf kritisiert. Ulrich von dem Bruch, Geschäftsführer der Lüneburger Heide GmbH, bemängelte, dass über Incoming-Agenturen weltweit Ausflüge und Attraktionen an den Kunden gebracht würden, „nur in Deutschland lässt man uns völlig alleine“. Armin Dellnitz, Geschäftsführer der Stuttgart-Marketing GmbH, diagnostizierte der Beziehung zu den Veranstaltern „ein Verhältnis nicht auf Augenhöhe“: Echte Kooperationen oder gemeinsame Produkt-Entwicklung fänden nicht statt, so Dellnitz. Und Peter Siemering, Chef der Bremer Touristik Zentrale, warf den Reisekonzernen vor, „nur die Hand aufzuhalten“. Er wünsche sich mehr Engagement seitens der Veranstalter, als nur Anzeigen in den Katalogen für bis zu 170.000 Euro anzubieten. Martin Katz, Eigenanreise-Chef von FTI, nahm die Kritik an und sagte: „Ein Veranstalter muss in der Tat mehr leisten, als nur Hotelbetten zu verkaufen“. Dies geschehe auch bereits – etwa in Form des TV-Formats „Nächste Ausfahrt Urlaub“ auf Sonnenklar.tv. Die Sendung bewirbt und verkauft ausschließlich Eigenanreiseziele, die meisten davon in Deutschland.