WEITERBILDUNG IM TOURISMUS – EIN SCHLECHT ORGANISIERTES FELD

Foto: teejit

Das Thema Weiterbildung wird in DMOs und touristischen Betrieben nicht weitergedacht. Das ist das Ergebnis einer der Sessions des Tourismuscamps in St. Peter-Ording. „Vielmehr hockt jeder auf seinem Content“ sagt Anja Kummer, Vertriebsleitung Best Fewo. Ein sinnvoller Austausch untereinander finde nicht statt. Ein Beispiel für diese Nicht-Praxis nennt Anja Wendling, stellvertretende Geschäftsführerin Rheinland-Pfalz Tourismus: „Bei den Leitfäden fürs Auslandsmarketing wird das sehr deutlich. Hier erarbeiten LMOs und DMOs alle eigene Infos, obwohl man teils dieselben Quellmärkte hat.“ Ein weiteres großes Problem sehen die Teilnehmer in der Kommunikation von passenden Weiterbildungsangeboten. „In Richtung Endkunden wird sehr genau überlegt, wo und wie welches Angebot kommuniziert werden muss, damit es erfolgreich ist. Bei Weiterbildungen im B2B-Bereich soll nach wie vor eine E-Mail an den Gesamtverteiler reichen“, fasst Bastian Hiller, Gründer von teejit, die Situation zusammen. Im Ergebnis müssten dann viel zu oft Seminare wegen Teilnehmermangels abgesagt werden – „oder es sitzen die falschen Leute drin“. Auch eine Online-Offline-Verknüpfung von Weiterbildungsangeboten finde in der Branche quasi noch nicht statt. Dazu, so die Einschätzung vieler Teilnehmer, würde das Thema noch in zu vielen DMOs als reiner Kostenfaktor betrachtet.