Umweltbundesamt will Besteuerung von Kerosin

Das Umweltbundesamt fordert nach wie vor, die Befreiung des Kerosins von der Energiesteuer abzuschaffen. Auch die Befreiung internationaler Flüge von der Mehrwertsteuer und Betriebsbeihilfen für Flughäfen will das Amt am liebsten streichen. Grund: Rund 75 Prozent der weltweiten Emissionen, die imTourismus entstehen, werden vom Verkehr verursacht – wovon wiederum 40 Prozent auf den Flugverkehr entfallen. Im Vergleich: Pro Personenkilometer werden beim Flugzeug 211 Gramm Kohlendioxid ausgestoßen, beim PKW sind es 142 Gramm und bei der Bahn im Fernverkehr 41 Gramm. Würde das Fliegen deutlich teurer, würde weniger geflogen und die Umwelt entlastet, argumentiert das Umweltbundesamt. Ein Vorschlag, von dem die Luftverkehrswirtschaft wenig hält. Sie lehnt die Besteuerung von Kerosin als nationalen Alleingang ab, weil dadurch erhebliche internationale Wettbewerbsnachteile entstehen würden. Die Airlines verweisen zudem darauf, dass die Emissionen des Flugverkehrs und der Kerosinverbrauch kontinuierlich sinken – seit dem Jahr 1990 um 42 Prozent.