Tourismustag NRW: „Branche ist nicht mehr analog!”

© Tourismus NRW e.V., Frank W. Koch

Harte Landung in der Realität von morgen auf dem Tourismustag NRW: Zukunftsforscher Sven Gábor Jánszky hat die gut 300 Teilnehmer mit Thesen konfrontiert, die manchen noch länger beschäftigen dürften. Ins Mark getroffen hat allen voran die Aussage, dass der Tourismus „keine analoge Branche mehr ist“. Das in der Branche immer noch gängige Mantra sei „längst überholt“. Als Beweis führte Jánszky an, dass es schon heute üblich sei, „dass Menschen Maschinen mehr vertrauen als anderen Menschen“. Tatsächlich werden im Alltag Unmengen von (Reise)Entscheidungen durch Computer vorbereitet und zum Abschluss gebracht. Die Lösung sei der Wandel der Leistungsträger von analogen „hin zu adaptiven Dienstleistern, die individuelle Bedürfnisse bedienen und mit Hilfe von intelligenter Software sogar vorhersehen“, so Jánszky. Angst vor der Zukunft müsse dennoch kein Destinationsmanager haben: „Die Lücke zwischen der Geschwindigkeit der technologischen Entwicklung und der prognostizierten Kundenerwartung ist für DMOs eine echte Chance“, so der Leiter des 2b AHEADThinkTank. Auch hat Jánszky eine klare Empfehlung: „Wer aus Kundensicht nach Lösungen sucht, wird erfolgreich sein. Wer versucht seine Experten zu schützen, beekommt Probleme.“ (13.11.17)