STEIGENDE HOMOPHOBIE: KLEINE ANFRAGE DER FDP ZUM LGBT-TOURISMUS

Deutschland ist im Spartacus Gay Traveller Index 2019 von Platz 3 auf Platz 23 abgerutscht. Diese Situation haben der tourismuspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Marcel Klinge und der LSBTI-politische Sprecher der FDP, Dr. Jens Brandenburg, zum Anlass genommen, um eine kleine Anfrage an die Bundesregierung zum LGBT-Tourismus in Deutschland zu stellen. „Dass Deutschland in dem Index so stark abgerutscht ist, erstaunt uns nach der Antwort der Regierung nicht mehr“, kommentiert Klinge. Lesbische, schwule, bi- und transsexuelle Touristen seien für die Regierung wenig relevant. „Keine Info, keine Erkenntnisse, keine gezielten Maßnahmen: So lassen sich die Antworten zusammenfassen“, so Klinge, der kritisiert, „dass so enormes wirtschaftliches Potential für den Incoming-Tourismus auf der Strecke bleibt“. Besonders bedenklich sei, dass die Bundesregierung der Zunahme der homo- und transphoben Gewalttaten hierzulande, die ein wesentlicher Punkt für den Absturz im Ranking bei der Sicherheit von LGBT-Reisenden sind, keine Maßnahmen entgegensetze. Wie es stattdessen geht, zeigten die Niederlande: „Sie machen in einem vom Außenministerium veröffentlichten Research-Papier mit Tipps für LGBTI-Tourismus vor, wie eine weltoffene Gesellschaft ihre Türen weit öffnet und sich als attraktives Reiseziel positioniert“, so Klinge.