Pauschalreisegesetz: Verbände erreichen Korrekturen

Das Bundesjustizministerium hat nun erläutert, wie der Gesetzentwurf für die Umsetzung der EU-Pauschalreiserichtlinie in nationales Recht verändert werden soll. Dabei orientiert sich Berlin nun doch stärker an den Vorschlägen des Deutschen ReiseVerbandes (DRV). Der Vermittlung von Reisen soll künftig ein neutrales Beratungsgespräch vorangestellt werden. Erst, wenn der Kunde sich entschieden hat, ob er eine Pauschalreise oder einzelne Reisebausteine buchen will, erfolgt die rechtliche Zuordnung des Reisebüros als Veranstalter oder Vermittler. Es wurde klargestellt, dass im Zusammenhang mit Pauschalreisen oder verbundenen Reiseleistungen mindestens zwei unterschiedliche Arten zusammengeführt werden müssen. Tagesfahrten wurden herausgenommen. Auch beim Sicherungsschein soll nun alles bleiben wie es ist. Auch ist jetzt deutlich formuliert, dass eine Einzelleistung keine Pauschalreise sein kann. Ungelöst bleibt, dass bei verbundenen Reiseleistungen jede separat abgerechnet und bezahlt werden soll. Von Schulen, Kirchen oder Vereinen organisierte Reisen bleiben vom Geltungsbereich weiterhin ausgenommen.