„Overtourism“: Immer mehr Städte schlagen Alarm

In Venedig quetschen sich Massen über die Rialto Brücke, in Rom und Florenz kommt man kaum auf die zentralen Plätze. Vor Notre Dame de Paris steht man im Sommer stundenlang an, verstopfte Gassen erleben Gäste von Amsterdam über Prag bis in Barcelona. Gerade in der Hochsaison sind beliebte Touristenziele zunehmend völlig überfüllt. Grund genug, das Thema „Overtourism“ auf dem World Tourism Forum in Luzern im vergangenen Monat auf die Agenda zu heben. Hier sprach unter anderem Frans van der Avert, CEO von Amsterdam Marketing, von den entsprechenden Herausforderungen. Seiner Ansicht nach formen drei wesentliche Gruppen die Seele einer Stadt: Besucher, Einwohner und Unternehmen. „Sie machen die Stadt aus, indem sie entscheiden wo man isst, tanzt und Kultur bestaunt“, so van der Avert. Hier gelte es die Balance zu halten, mahnte er in seinem Vortrag „Tourist destinations under pressure“. Auch wenn dieses Phänomen Deutschland in diesem Maße – einzelne Orte und Zeiträume ausgenommen – noch nicht erreicht hat, sind die Tendenzen hin zum Overtourism europaweit zu erkennen. INFOS