Hotelverband IHA kritisiert EU-Pauschalreise-Richtlinie

Bei der heutigen Verbändeanhörung im Justizministerium zur Umsetzung der EU-Pauschalreiserichtlinie hat der Hotelverband Deutschland (IHA) den Entwurf als „unangemessen und unverhältnismäßig“ kritisiert. „Auf die ohnehin schon überzogenen Vorgaben aus Brüssel sattelt der Referentenentwurf noch drauf“, moniert Otto Lindner, Vorsitzender des Hotelverbandes. Wo nationaler Spielraum bestünde, setze die Bundesregierung diesen „konsequent gegen die Interessen der mittelständisch geprägten Hotellerie und einseitig für einen falsch verstandenen Verbraucherschutz ein“, so Lindner. Das Papier sei voller schwammiger Formulierungen, und die längst gebotene Einbeziehung von Ferienwohnungen unterlasse die Bundesregierung zu Lasten der Hotellerie. Ebenfalls unhaltbar ist für den IHA-Vorsitzenden, dass der Gesetzgeber auch noch das Bußgeld für Hoteliers, die Kundengelder ohne Insolvenzabsicherung annehmen, um das Sechsfache von 5.000 auf 30.000 Euro erhöhen will.