Gericht widerspricht Kartellamt: Booking.com darf von Hoteliers wieder Bestpreis verlangen

Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat gestern entschieden, dass Booking.com Hotels verbieten darf, ihre Zimmer auf der eigenen Internetseite billiger anzubieten als über das Portal. Eine solche „enge Bestpreisklausel“ sei zulässig, entschieden die Richter und hoben damit eine Verfügung des Bundeskartellamts auf. Die Klausel sei nicht wettbewerbsbeschränkend für die Hotelbetreiber, sondern notwendig, um „ein illoyales Umlenken von Kundenbuchungen“ zu verhindern, hieß es zur Begründung. Das Bundeskartellamt sowie der Hotelverband Deutschland (IHA) kritisieren das Urteil des OLG: Die Entscheidung „trifft auf unser gänzliches Unverständnis“, sagt IHA-Vorsitzender Otto Lindner. „Sollte diese Rechtsauffassung Bestandskraft erlangen, wären die Hotels als mehr oder weniger abhängiger Vertragspartner den marktdominanten Portalriesen zukünftig schutzlos ausgeliefert.” SPON