Gegen gewerbesteuerliche Hinzurechnung: Reiseverbände starten Kampagne

„Nein zur Urlaubssteuer“ lautet die Parole der Initiative, die führende Verbände der deutschen Tourismusbranche diese Woche in Berlin vorgestellt haben. Der DRV, DTV, RDA, BTW und ASR fordern die neue Bundesregierung auf, die Anwendung der gewerbesteuerlichen Hinzurechnung von Hotelleistungen für die Reise- und Tourismusbranche zu korrigieren. Durch die Hinzurechnung entstehe „faktisch eine Urlaubssteuer, die neben den Reiseveranstaltern auch die Urlauber mit Mehrkosten belastet“, sagt Norbert Fiebig, Präsident des Deutschen ReiseVerbandes (DRV). Betroffen sei der klassische Badeurlaub auf Mallorca genauso wie der Skiurlaub, die Studienreise oder Klassenfahrten mit dem Bus. Die zusätzlichen Gewerbesteuern entstehen, wenn Reiseveranstalter Hotelzimmer anmieten oder Übernachtungskontingente einkaufen. Die Tourismusbranche weist mit der Kampagne auf die Abstrusität hin, dass Finanzbeamte angemietete Büroräume und Lagerhallen steuerlich mit der Vermittlung von Hotelleistungen gleichsetzen. Die angedrohten Nachzahlungen könnten viele mittelständische Anbieter „in den Ruin treiben“, warnt Fiebig. INFOS