FLUTUNG DES TAGEBAUS: COTTBUS WIRD HAFENSTADT

Als „Tür in die Cottbusser Zukunft“ bezeichnet Holger Kelch, Oberbürgermeister von Cottbus, die gerade gestartete Flutung des Ostsees. Der künstlich angelegte See im ehemaligen Tagebau Cottbus Nord wird der größte im Lausitzer Tagebauseengebiet werden und in vier bis sechs Jahren mit 1900 Hektar zweieinhalbmal so groß wie der Müggelsee in Berlin sein. Für die Formung des Seebeckens und der Ufer wurden 20 Millionen Kubikmeter Erde bewegt. Bergmännisch und geotechnisch seien alle notwendigen Vorbereitungen für eine erfolgreiche und mit moderner Technik sichere Flutung getroffen worden. „Bis 2025 wird sich die ehemalige Revierstadt damit zur Hafenstadt verwandeln“, sagt Denis Kettlitz, Vorsitzender des 2016 gegründeten Fördervereins Ostsee – und verbindet damit große Chancen. Erster Meilenstein ist die Kaimauer für das künftige CO2-neutrale Hafenquartier. Sie kostet 6,8 Millionen Euro und soll bis Oktober fertiggestellt sein. Das Hafenquartier setzt auf Akzente moderner Stadtentwicklung und Strukturwandel. Geplant sind Wohnungen, Gewerbe, touristische Angebote und Wassersport. Skepsis besteht jedoch noch, ob ein kontinuierlicher Wasserzulauf zu gut 80 Prozent aus der Spree wie geplant realistisch ist.