DRV sieht neues Pauschalreisegesetz nicht nur negativ – Reisebüros jetzt in der Pflicht

Der Deutsche ReiseVerband (DRV) sieht das neue Pauschalreisegesetz nicht nur negativ. Zwar hätte man gerne auf die Novelle verzichtet, „aber der Vertrieb kann damit leben“, fasst DRV-Präsident Norbert Fiebig den jahrelangen Prozess zusammen. Reisebüroinhaber und DRV-Vizepräsident Ralf Hieke sieht es ähnlich: „Für Agenturen, die größtenteils Pauschalreisen verkaufen, ändert sich ohnehin so gut wie nichts“. Hieke appelliert jedoch an die Reisebüros, sich jetzt intensiv mit dem eigenen Geschäftsmodell auseinanderzusetzen. „Erst dann wird sich zeigen, wer von welchen Änderungen genau betroffen ist“, erklärt Hieke. Auf Büros, die viel im Bausteingeschäft oder mit Gruppen agierten, kommen wohl „einige Umstellungen zu“. Unwissend, so Hieke, werde aber „kein Reisebüro in die Veranstalterhaftung geraten“. Veranstalter und Fluggesellschaften arbeiteten jetzt mit Hochdruck an einer entsprechenden Kennzeichnung in den Vergleichs- und Buchungssystemen, an der auch der DRV im Rahmen seines Datenstandards aktiv mitarbeitet. Der Reiseverband wird darüber hinaus eine Reihe von Schulungs- und Informationsmaßnahmen auf den Weg bringen. Einigermaßen routiniert dürften dem Themenkomplex Agenturen begegnen, die schon heute regelmäßig als Veranstalter auftreten und Sicherungsscheine ausstellen. Die genaue Zahl ist jedoch auch dem DRV unbekannt.