documenta: Wertschöpfung von 630 Millionen Euro erwartet. Rauchzeichen sorgen im Vorfeld für Notrufe

Obwohl die documenta in Kassel erst am 10. Juni offiziell eröffnet, hat ein erstes „Kunstwerk“ bereits für Aufmerksamkeit – und Dutzende Notrufe –  gesorgt. Vom Zwehrenturm des Museums Fridericianum in der Innenstadt sendet der Künstlers Daniel Knorr seit dem Wochenende Rauchzeichen nach Athen, wo seit dem 8. April der erste Teil der Ausstellung stattfindet. Rund 150 Tage soll es künstlerisch noch qualmen. Währenddessen läuft die Vermarktung der documenta auf Hochtouren: Das Kassel Marketing hat allein zwei Millionen Werbeträger in 14.000 Reisebüros in Deutschland, Österreich und der Schweiz auslegen lassen. Die Stadt rechnet erstmals mit mehr als einer Million Übernachtungen und erwartet, dass die Zahl der Tagesbesucher von elf auf 15 Millionen steigen wird. In Summe rechnet das Stadt-Marketing laut Geschäftsführer Andreas Bilo für 2017 mit einer touristischen Wertschöpfung von 630 Millionen Euro – 90 Millionen mehr als in einem Jahr ohne documenta. (12.4.17)